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Lüftung in Ihrem Grow-Room – Wir erklären Ihnen die Basics

05.08.2019 14:31

Draußen sorgt die Natur bereits von ganz allein für die optimalen Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Sonnenlicht, Regen und Grundwasser, hilfreiche Insekten und andere Tiere und das Klima sind wichtige Faktoren für die Gesundheit und Entwicklung von Pflanzen. Entscheiden wir uns aber gegen den eigenen Garten und stattdessen dafür, Pflanzen in den eigenen vier Wänden anzubauen, können wir von der Natur keine entsprechende Hilfe erwarten. Manuelle Hilfen sorgen dafür, die idealen Wachstumsbedingungen zu simulieren. Das Wässern der Pflanzen sowie das Bereitstellen einer Licht-Alternative sind dabei selbsterklärend und werden von den meisten Indoor-Gärtnern ganz automatisch übernommen. Weniger offensichtlich ist allerdings die Belüftung der Pflanzen. Auch wenn der Wind für uns zunächst keinen sichtbaren Effekt auf das Pflanzenwachstum hat, so ist dieser doch vorhanden und auch nicht von der Hand zu weisen. Pflanzen, die ohne die kleinste Brise gewachsen sind, sind deutlich schwächer und empfindlicher für jede Art von Umwelteinflussen. Um eine wirklich gesunde Umweltbedingung für Ihre Pflanzen zu schaffen, sind Lüftung und Luftbewegung daher essentielle Themen, die niemals vernachlässigt werden sollten. Die Luftzirkulation ist in vielfacher Hinsicht von enormer Wichtigkeit. Hierüber lassen sich CO²-Level kontrollieren und die Luftfeuchtigkeit optimieren. Wir erklären Ihnen, worin genau der Einfluss von der Lüftung auf Ihre Pflanzen besteht und wie Sie ein zuverlässiges Lüftungssystem in Ihrem Grow-Room einrichten.

Lohnt sich der Aufwand wirklich?

Herrscht in Ihrem Grow-Room keinerlei Luftzirkulation, sind Staub und Pollen zwangsläufig vorhanden. Diese setzen sich auf die Blätter der Pflanzen und verstopfen die Poren. Als Folge dessen wird nicht nur das generelle Wachstum der Pflanze gehemmt, gleichzeitig wird die Fotosynthese eingeschränkt und es gibt negative Auswirkungen auf viele andere Stoffwechselprozesse. Unter freiem Himmel würden Wind und Regen von ganz allein dafür sorgen, dass die Pflanzen gereinigt werden. Mit Hilfe von Sprinklern und vor allem Ventilatoren können Sie diesen Vorgang jedoch simulieren. Beachten Sie, dass zusätzliches Wasser immer Auswirkungen auf die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Grow-Room haben wird. Das kann das Risiko von Schimmelbefall oder Fäule erhöhen. Wenn Sie einen Sprinkler verwenden, sollten Sie daher immer auch Maßnahmen zur Regulation der Luftfeuchtigkeit ergreifen. Eine großartige Methode dafür ist auch die Nutzung einer starken Lüftung.

Luftkreislauf in Ihrem Grow-Room

Ohne einen Luftkreislauf in Ihrem Grow-Room, der den Wind simulieren soll, werden die Pflanzen nur dünn und schwächlich wachsen. Der Wind wirkt sich im Freien deutlich auf das Pflanzenwachstum aus und zwingt die Pflanzen dazu, das eigene Gewebe zu stärken, sodass sie weniger leicht gebogen werden können oder sogar brechen. Diese stärkeren Pflanzenphasen sorgen insgesamt für größere und stärkere Pflanzen, die nicht nur Luftbewegungen, sondern auch anderen Einflüssen mehr entgegensetzen können. Wenn Sie Ihren Pflanzen also keinerlei Wind entgegensetzen, der ein starkes Wachstum anregt, werden diese womöglich nicht einmal in der Lage sein, auf lange Sicht das eigene Gewicht und das Gewicht der Früchte zu tragen. Letztendlich ist das Wachstum deutlich verlangsamt.

Die Atmung der Pflanzen

Hätten Sie gewusst, dass auch Pflanzen atmen müssen, damit diese Fotosynthese betreiben können? Tatsächlich finden sich auf der Unterseite der Blätter einer jeden Pflanze kleine Organe, die sich Stomata nennen. Es handelt sich dabei um Poren, die Kohlenstoffdioxid einatmen und dafür Sauerstoff ausatmen. Wenn Sie für eine ausreichende Luftzirkulation sorgen, lüften Sie für Ihre Pflanzen. Sie bringen frisches CO² in den Raum, sodass Ihre Pflanzen dieses für den eigenen Stoffwechsel können. Ein sinnvolles Lüftungssystem sorgt nicht nur für einen regelmäßigen Luftaustausch im Grow-Room, sondern nutzt zudem Ventilatoren für eine sinnvolle Luftbewegung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Luft nirgends „steht“, durch die Bewegung das Pflanzenwachstum angeregt wird und die Lüftung besser arbeiten kann.

Luftzirkulation und Kohlenstoffdioxid

Eine gute Lüftung spielt im Grow-Room eine wichtige Rolle, gerade wenn es darum geht, für ausreichend CO² für Ihre Pflanzen zu sorgen. Kohlenstoffdioxid ist deutlich schwerer als Sauerstoff. Aus diesem Grund sammelt sich dieser Stoff besonders am Boden Ihres Grow-Rooms oder Grow-Zeltes. Um das zu verhindern, muss die Luft bewegt und dadurch gut gemischt werden. Hier für Abhilfe zu sorgen ist glücklicherweise nicht besonders schwer. Der Aufbau von einigen Ventilatoren ist meist schon ausreichend, damit die Luft sich gut durchmischt. Ein guter Indikator dafür, wie erfolgreich Ihre Lüftung ist, sind die Pflanzen selbst. Werfen Sie nach Einschalten Ihrer Ventilatoren einmal einen Blick auf die Blätter der Pflanzen. Stellen Sie leichte Bewegungen der Blätter fest, so als ob ein seichter Wind durch den Grow-Room weht? So soll es sein!

Nutzen Sie die Lüftung zur Klima-Kontrolle

Die Lüftung in Ihrem Grow-Room kann noch weit mehr als nur das Wachstum Ihrer Pflanzen anregen und die CO²-Sättigung zu optimieren. Mittels der Luftzirkulation können Sie die Temperatur Ihres Grow-Rooms sowie die Luftfeuchtigkeit regeln. Sie kennen das vermutlich selbst: An einem heißen Sommertag fühlt sich kaum etwas so gut an, wie die kühle Brise eines Ventilators. Höchstwahrscheinlich öffnen Sie dann auch gern mal ein Fenster, um frische Luft ins Haus zu lassen. Pflanzen profitieren von ähnlichen Handlungen. Tatsächlich können Pflanzen schwitzen, genau wie Menschen das tun. Pflanzen schwitzen sogar zu jedem Zeitpunkt. Man spricht hier von Transpiration und es handelt sich um einen wichtigen Faktor bei der Pflanzengesundheit. Pflanzen saugen Wasser und Nährstoffe aus der Erde auf, aber Sie können nicht all das Wasser in sich halten. Stattdessen wird die Feuchtigkeit konstant wieder ausgeleitet. Dabei verschwindet diese jedoch nicht. Das Wasser, das von den Pflanzen ausgestoßen wird, wird von der Luft aufgenommen, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit erhöht. Jeder kennt den Treibhauseffekt. Wird die Luft also nicht regelmäßig ausgetauscht, heizt es sich in Ihrem Grow-Room unkontrolliert auf und die Luftfeuchtigkeit wird immer weiter steigen. Eine Folge davon können viele verschiedene Krankheiten sein, die sich von einem solchen Klima angezogen fühlen. Die Pflanzengesundheit kann schnell darunter leiden. Die Erde braucht deutlich länger, um trocken zu werden, wodurch die Gefahr für Wurzelfäule drastisch ansteigt. Auch Schädlinge fühlen sich in einem so unkontrollierten Klima pudelwohl.

Die Lösung: Arbeiten Sie mit einer Lüftung

All diese Probleme können vermieden werden, indem Sie eine funktionierende Lüftung in Ihrem Grow-Room installieren. Die meisten Pflanzen weisen die besten Wachstumsraten auf, wenn eine Temperatur zwischen 26°C und 29°C eingehalten wird. Ist die Temperatur zu hoch, senkt das die Fotosynthese-Fähigkeit. Bei der gewünschten Luftfeuchtigkeit von Pflanzen gibt es allerdings gravierende Unterschiede. Während der Wachstumsphase benötigen eine niedrigere Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 70 Prozent. Bei Pflanzen in der Blütephase sind unter 50% ideal, um Fäule an den Knospen zu vermeiden. Gerade Stecklinge benötigen allerdings eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit von 70-80%. Eine gewisse Kontrolle darüber ist also für jedes erfolgreiche Gartenprojekt entscheidend. Senkt sich die Luftfeuchtigkeit zu sehr, schließen sich die Stomata. Die Pflanze nimmt an, dass sie sich in einer Dürreperiode befindet und versucht als Folge darauf, möglichst viel Wasser in sich einzuschließen. Der Stoffwechsel wird verlangsamt und da die Pflanze weniger Nährstoffe aufnehmen kann, kommt es häufig zu Mangelerscheinungen. Die Pflanze wird nicht gut wachsen und insgesamt kein gutes Bild abgeben. Durch Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle sowie ein funktionales Lüftungssystem kann all das verhindert werden.

Wie sieht eine ideale Lüftung für Ihren Grow-Room aus?

Rohrventilatoren stellen eine gute Möglichkeit dar, um die Luft auf Ihrem Grow-Room zu saugen und dadurch auch die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. In Kombination mit einem Aktivkohlefilter können Sie zudem dafür sorgen, dass Ihr Indoor-Garten absolut geruchsneutral, freu von Staub, Dampf, Pollen oder verbrauchtem Kohlenstoffdioxid ist. Wir haben jedoch bereits erklärt, dass eine CO²-Zirkulation in Ihrem Grow-Room unerlässlich ist. Der jeweilige CO²-Level kann das Wachstum Ihrer Pflanzen entweder hemmen oder fördern. Frische Luft mit frischem Kohlendioxid kommt bei den Pflanzen jedoch immer gut an. Wird das CO² jedoch nicht schnell ersetzt und verbrauchte Luft sammelt sich rund um Ihre Pflanzen, können die Stomata verstopfen und dadurch wird das Wachstum eingeschränkt. Ein zu hoher Level an CO² hingegen kann sogar giftig für Ihre Pflanzen sein. Nutzen Sie neben Rohrventilatoren deshalb auch Umluftventilatoren, um stehende Luft zu vermeiden und für ideale Wachstumsbedingungen zu sorgen.

Sinnvoller Aufbau der Lüftungsanlage

Ein Ventilator, der auf nichts gerichtet ist, macht einfach keinen Sinn. Aus diesem Grund sollten Sie beim Aufbau Ihrer Lüftungsanlage auch keine Willkür walten lassen. Um durch Ihre Technik gute Ergebnisse zu erhalten, muss der Aufbau Sinn ergeben. Überlegen Sie sich, welche Ziele Sie durch die Anlage verfolgen und unterstützen Sie das durch die Platzierung von Ventilatoren und Co. Sie möchten zum Beispiel feuchte und verbrauchte Luft aus dem Grow-Room leiten. Sorgen Sie dafür, dass sich nirgends in Ihrem Grow-Room unbewegte Luft sammeln oder Kohlendioxid absetzen kann. Sie können Ventilatoren dafür in Bodennähe aufbauen, aber auch an der Decke platzieren. Viele Ventilatoren sind so ausgelegt, sodass Sie den Kopf hin und her bewegen und dadurch einen größeren Bereich abdecken können. Durch solche Technik können Sie einen möglichst großen Bereich mit geringem Materialaufwand abdecken. Ihre Lüftungsanlage sollten Sie immer von der Größe Ihres Grow-Rooms abhängig machen. Sie sollten sicherstellen, dass hier das Potential gegeben ist, die vorhandene Luft regelmäßig komplett auszutauschen.

Viele spannende Informationen rund um die Lüftung, Ventilatoren und Filter finden Sie auch in diesem Beitrag.

Befindet sich zu viel eines bestimmten Elements in der Luft, schadet das den Pflanzen. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, einen kontinuierlichen Wind in Ihrem Grow-Room zu erzeugen. So verteilen sich nicht nur die Luftfeuchtigkeit und das CO² gleichmäßig in der Luft, die Luftbewegung kommt auch der Stärke Ihrer Pflanzen zu gute. Nur mithilfe einer guten Lüftungsanlage können Sie Ihren Pflanzen die bestmöglichen Bedingungen für ein gesundes und starkes Wachstum bieten. Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag einige Fragen rund um das Thema Lüftung klären konnten. Sollten bei Ihnen noch Unklarheiten bestehen, helfen wir Ihnen natürlich gern weiter. Nutzen Sie dafür gern unsere Kontaktmöglichkeiten oder stöbern Sie durch unseren Shop.

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