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Top 5 Gründe, warum Ihre Samen nicht keimen

17.07.2019 10:31

Keimlinge im Gewächshaus

Sie haben alles gründlich vorbereitet, Grow-Lights und Anzuchterde besorgt und trotz regelmäßigem Gießen und vermeintlich guter Pflege keimt Ihre Saat einfach nicht? Nicht nur bei Anfängern kommt es nach der Aussaat häufig zu großer Enttäuschung. Damit Sie zukünftig davon verschont bleiben und der Ursache auf die Schliche kommen können, haben wir in diesem Beitrag die Top 5 Gründe, warum Ihre Samen nicht keimen, übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Krankheit und Infektion

1: Schimmelbefall oder Mehltau

Nicht selten sind Schimmel und Mehltau die Auslöser. Meist zeigen sich diese als weiße, flaumige Schicht oberhalb der genutzten Erde. In der freien Natur kann Schimmel mit Pflanzen eine symbiotische Beziehung eingehen, von der beide profitieren. Beim Indoor-Growing ist Schimmel jedoch meist ein Zeichen für zu starker Feuchtigkeit. Bekommt Ihre Pflanze zu viel Feuchtigkeit und kann fehlt es an einer ausreichenden Belüftung in der Erde, staut sich dort die Nässe, sodass sporadisch oder sogar flächendeckend Schimmelbefall auftreten kann. Gerade Staunässe zieht Schimmelsporen an und legt hier die Basis für einen starken Befall.

Lösen Sie schnell und einfach das Problem, indem Sie den Schimmel erst einmal entfernen. Spülen Sie infizierte Stellen Ihrer Pflanzen sorgfältig ab, um den Schimmel zu entfernen. Ist jedoch auch die Erde oder das Wachstumsmedium befallen, bevor Ihre Saat keimen konnte, müssen Sie von vorne starten. Besorgen Sie neue Erde und neue Saat und kontrollieren Sie beim zweiten Versuch die Feuchtigkeit besser. Beachten Sie außerdem, dass sich Schimmel und Mehltau über Sporen verteilen. Sie sollten deshalb darauf achten, dass sich die Blätter der Pflanzen nicht berühren und Sie beim Sprühen nicht zu aggressiv vorgehen. Andernfalls kann es passieren, dass Sie die Schimmelsporen dadurch noch mehr in Ihrem Grow-Room verteilen und die Infektion verschlimmern.

2: Pilzbefall

Weltweit gibt es tausende unterschiedlicher Pilzformen, die sich in Ihrem Growroom bilden können und Ihre Pflanzen schädigen.  

Manche Pilzsorten, wie Champignons, sind in jedem Garten gern gesehen und nicht schädlich für andere Pflanzen. Wenn es jedoch um die Pflanzenzucht, Saat, Keimlinge und Klone geht, können Pilze wie Fusarium zu einem sehr schädlichen Problem werden. Beginnt Ihre Saat kurz nach dem Keimen bereits damit, sich braun zu verfärben und zu biegen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Pilzbefall sehr groß. Eine Infektion durch Pilz wird häufig durch das Wachstumsmedium begünstigt. Es befanden sich dann bereits Spuren der Pilze in der Erde, bevor die Saat gepflanzt wurde. In anderen Fällen ist das Pilzwachstum auf eine hohe Luftfeuchtigkeit oder eine ungünstige Bewässerung zurückzuführen.

Sind bereits Ihre Samen und Keimlinge von Pilzen befallen, können Sie meist nichts anderes tun, als diese zu entsorgen. Entsorgen Sie dabei nicht nur großzügig die Saat, sondern auch die Erde. Ein Neustart, bestenfalls in einer optimierten Wachstumsumgebung verschafft Ihnen dann meist die gewünschte Verbesserung.

Schädlinge und Käfer

3: Schädlingsbefall

Schädlinge töten Ihre Saat nicht in jedem Fall, sie ernähren sich jedoch verstärkt von jungen und wachsenden Pflanzen, sodass das Pflanzenwachstum bereits stark gehemmt wird, bevor es richtig begonnen wird. Schädlinge wieder loszuwerden ist eine schwierige Aufgabe, weshalb Schädlingsbekämpfung und vor allem die Vorbeugung eines Befalls für Sie von Anfang an eine große Rolle spielen sollte.

Schädlingsbekämpfung:

Finden Sie Schädlingen auf Ihren Pflanzen, werden Ihre Pflanzen darunter leiden. Behalten Sie im Hinterkopf, dass sich Käfer und Mikroorganismen gezielt von jungen Pflanzen ernähren. Es ist daher unglaublich wichtig, dass Sie einen Befall frühzeitig entdecken und möglichst rechtzeitig bekämpfen. Einige Gärtner bringen Wasserstoffperoxid zum Einsatz, um Schädlinge loszuwerden, während andere auf ökologische Lösungen setzen. Auch andere Käfer können hier für Abhilfe sorgen. Marienkäfer oder ähnliche ernähren sich von Schädlingen und können deshalb in Ihrem Garten dabei helfen, einen Befall einzudämmen.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden, Sie sollten bei der Schädlingsbekämpfung sicherstellen, dass die Wachstumszone für Ihre Pflanzen frei von Ungeziefer ist, bevor Sie neue Saat aussehen. Sobald Schädlinge nämlich die frischen Keime gewittert haben, kommt es sofort zum Befall und ein erfolgreicher Anbau ist unmöglich.

Vorbeugung:

Beim Vorbeugen von Schädlingsbefall geht es vor allem darum, Ihre Pflanzen aufmerksam zu beobachten. Es ist immer eine gute Idee, regelmäßig einen Blick auf die Unterseite der Blätter zu werfen. Ein sporadischer Check wird Ihnen hier kaum weiterhelfen. Betrachten Sie jede einzelne Pflanze, damit auch garantiert nichts übersehen wird. Vergessen Sie dabei nicht, dass Schädlinge flink und beweglich sind. Sie werden sich kaum auf einer Pflanze ausruhen. Haben Sie erst einmal Milben oder ähnliches entdeckt, sollten Sie sofort Gegenmaßnahmen einleiten, denn höchstwahrscheinlich ist mehr als nur eine Ihrer Pflanzen befallen. Es existieren unterschiedliche Produkte, die zur Vorbeugung von Schädlingsbefall dienen. Von der Abdeckung von Pflanzen bis hin zum Einsatz natürlicher Mittel, die abschreckend auf Milben, Thripse und Co. wirken, finden Sie hier vielfältige Optionen, über deren Verwendung die gerade bei häufigem Befall dringend nachdenken sollten.

Falsche Handhabung und Qualität

4: Tiefe der Aussaat

Bei Saatgut von Pflanzen handelt es sich um sehr robuste Wesen, die grundsätzlich mit aller Kraft versuchen werden, zu keimen – zumindest wenn die entsprechenden Wachstumsbedingungen gegeben sind. Für das Keimen der Saat kommt es daher vor allem auf eine Kombination aus Licht und Wasser an. Vielfach sorgt schon eine fehlerhafte Aussaat dafür, dass die Pflanzen niemals keimen werden. Saatkörner müssen in der richtigen Tiefe ausgesät werden, um nicht nur Wasser und Nährstoffe, sondern auch Licht zu bekommen. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie die Saat etwa 1-2 cm tief in die Erde pflanzen.

Die Saat sollte tief genug gepflanzt werden, damit sie von Erde bedeckt ist, aber nicht zu tief, damit sie dennoch ausreichend Licht erhält. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, wird die Feuchtigkeit die Saat zum Keimen bringen. Andernfalls wird der Keimvorgang nicht gestartet und die Saat zersetzt sich mit der Zeit in der Erde.

5: Qualität von Samen und Pflege

Saatgut-Qualität

Am Ende des Tages kommt es auch beim Saatgut auf die Qualität an, gerade wenn es sich um teure Samen handelt. Sie sollten sicherstellen, dass Sie beim Einkauf die Qualität erhalten, für die Sie bezahlen. Kaufen Sie Ihre Saat deshalb nicht einfach irgendwo, sondern beziehen Sie diese stets von vertrauenswürdiger Quelle. So wissen Sie, dass Sie genetisch einwandfreie Samen bekommen.

Obwohl es in der Theorie nicht schwer ist, hochwertige Samen einzukaufen, sieht die Realität doch oft anders aus. Gärtner setzen alles daran, Saat besonders günstig zu beziehen. Das ist meist ein Fehler. Gerade wenn Sie spezielle Anforderungen an die Pflanzen setzen, gezielt männliche oder weibliche Stecklinge ziehen möchten, kann das später zum Ärgernis werden. Erst nach etwa einem Monat werden Sie feststellen können, ob die Samen richtig waren. Auch die Qualität werden Sie erst deutlich später einschätzen können. Gute Saat kommt immer auch von einer guten und  gesunden Pflanze. Im Gegensatz dazu wird eine minderwertige Pflanze auch schlechte Saat produzieren. Ein weiterer Qualitätsfaktor für Samen ist deren Alter. Je älter die von Ihnen erworbenen Samen, desto schwieriger wird es, diese zum Keimen zu bringen. Setzen Sie daher von Anfang an auf Qualität. Nur so werden Sie gesunde Pflanzen züchten und beim Anbau keine Probleme bekommen.

Wenn Sie immer wieder die Erfahrung machen, dass die Qualität der Saat, die Sie einkaufen, Ihren Vorstellungen nicht genügt, sollten Sie dringend eine andere Quelle finden. Empfehlenswert ist es hier auch, den direkten Kontakt zu einem Händler zu suchen, um herauszufinden, ob hier eine ausreichende Expertise entsteht, um den sachgemäßen und fachmännischen Umgang mit der Saat schon im Lager zu gewährleisten.

Pflege der Saat

Ebenso wichtig, wie der Ursprung der Saat, ist die Pflege, die dieser beim Anbau zugutekommt. Jeder Keimling hat seine eigenen Bedürfnisse. Ein Saatkorn einer Tomatenpflanze kann beispielsweise bei Raumtemperatur gelagert werden, ohne dass es dabei zu Problemen kommt. Im Gegensatz dazu sollte Hanfsaat deutlich kälter gelagert werden und es ist eine luftdichte Verpackung von Nöten.

Stellen Sie sicher, dass sowohl Sie selbst, als auch Ihr Händler für Saat kompetent genug sind, um die Ware in der richtigen Umgebung zu lagern. Auf diese Weise bleiben die Samen möglichst lange frisch. Halten Sie die Saatkörner außerdem möglichst trocken, um ein vorzeitiges Keimen aber auch einen Pilzbefall zu verhindern. Auch übermäßige Hitze sollte vermieden werden.

Fazit

Wenn Sie den Plan gefasst haben, selbst Pflanzen zu ziehen, sollten Sie die Feuchtigkeit regulieren, um Schimmelbefall zu vermeiden. Außerdem sollten Sie Ihren Grow-Room optimal gestalten, um für die bestmöglichen Voraussetzungen zu sorgen. Indem Sie hochwertiges Saatgut einkaufen und dieses richtig einpflanzen und pflegen können Sie damit die idealen Voraussetzungen für eine gute Ernte schaffen.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Hinweise dabei helfen, zukünftig beim Aussähen von Samen mehr Erfolg zu haben. Natürlich gibt es mehr als nur fünf Gründe, wegen derer Ihre Saat nicht keimt. Hierbei handelt es sich jedoch um besonders häufige Fehler, die Sie in Zukunft leicht vermeiden können. Indem Sie verschiedene Maßnahmen zur Besserung durchführen, werden Sie die Fehlerquelle schnell eliminieren können. Haben Sie noch Fragen zur Aussaat Ihrer Pflanzen? Kontaktieren Sie uns gern und wir helfen Ihnen weiter.

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