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Temperatur im Grow-Room – So setzen Sie das Klima gekonnt ein

27.03.2019 10:44

Temperaturkontrolle Grow-Room

Temperaturkontrolle ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg Ihrer Ernte im Indoor-Garten. Normalerweise befindet sich dafür in jedem Grow-Room wenigstens ein Thermometer, von dem die Temperatur abgelesen werden kann. Während es sich relativ einfach gestaltet, seinen Pflanzen die ideale Wachstumstemperatur bereitzustellen (etwa 18°C bis 25°C), wissen viele Gärtner bereits, dass es nicht einfach nur die Raumtemperatur ist, mit der das Wachstum der Pflanzen beeinflusst werden kann. In diesem Beitrag werden wir uns unterschiedlichen Faktoren widmen, die von der Wärme beeinflusst werden können, von der Außentemperatur über die Temperatur des Wassers bis hin zur Beleuchtung.

Der Effekt der Außentemperatur auf den Grow-Room

Eine der häufigsten Fragen von Gärtnern bezüglich der Außentemperatur ist die nach dem Einfluss auf den Grow-Room. Inwiefern die äußeren Konditionen den Grow-Room beeinflussen, hängt davon ab, wie dieser aufgebaut ist. Auf eine Grow-Box oder ein Grow-Zelt wirken andere Einflüsse, als auf einen großen Grow-Room.

Großer Grow-Room

Wer einen ganzen Raum im eigenen Zuhause als Grow-Room umgestaltet hat, der hat höchstwahrscheinlich des Öfteren mit den Temperaturen zu kämpfen. Hier spielen die Witterungsbedingungen von draußen eine sehr große Rolle. Sommerhitze kann zu einem spürbaren Problem werden und die Hitze im Raum drastisch steigern. Ohne eine ausreichende Isolation steigt die Temperatur im Inneren des Raums unkontrolliert an und es wird unmöglich, optimale Wachstumsbedingungen für die Pflanze zu schaffen. Auch der Winter kann zum Problem werden. Es entpuppt sich oftmals als schwierig, eine einheitliche Temperatur bereitzustellen, während die Pflanzen in Winterschlaf fallen. Lange Kälteperioden können dann einen drastischen Abfall der Raum-Temperatur bewirken, wodurch sich überschüssige Feuchtigkeit an der Beleuchtung und den Pflanzen absetzt. Nicht nur beeinflusst dies das Wachstum der Pflanzen negativ, die erhöhte Feuchtigkeit kann außerdem zum Schimmel-Herd werden.

Grow-Box oder Grow-Zelt

Eine Grow-Box oder ein Grow-Zelt bieten von Natur aus mehr Isolierung als ein großer Grow-Room. Allerdings ist das nur dann hilfreich, wenn im Inneren die passende Temperatur herrscht. Gelingt es Ihnen, bei sich zuhause eine gute Temperatur zu gewährleisten, wird Ihnen auch die Kontrolle der Grow-Room-Temperatur leichter fallen. Aber selbst wenn es durch Hitzewellen oder Kälteeinbrüche Probleme gibt, gestaltet es sich bei solch kleineren Grow-Rooms leichter, die Temperatur nach Wunsch zu erhöhen oder zu senken.

Es spielt keine Rolle, welche Technik Sie für die Temperatur-Kontrolle in Ihrem Grow-Room zum Einsatz bringen, die Außentemperatur wird die Innentemperatur immer auf die eine oder andere Weise beeinflussen. Es liegt dann am Gärtner, Maßnahmen zu ergreifen, um den Effekt zu mindern und die optimalen Wachstumsbedingungen für seine Pflanzen zu schaffen.

Die Temperatur im Grow-Room

Die Innentemperatur (auch: Ambient Temperature) ist die Temperatur im Inneren Ihres Grow-Rooms. Hier kommen externe Faktoren, wie die Außentemperatur, mit internen Faktoren, wie der Beleuchtung zusammen. Die Innentemperatur in Ihrem Grow-Room spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg Ihrer Ernte. Es wird dadurch beeinflusst, wie gut eine Pflanze atmen kann und wie zuverlässig Nährstoffe aufgenommen werden. Auch die Feuchtigkeit hat hier einen Einfluss und steuert, wie viel Wasser die Pflanze transpiriert und damit nicht zuletzt auch ihre Wachstumsfähigkeit.

Übermäßige Hitze wird dafür sorgen, dass die Pflanze Wasser verliert während übermäßige Kälte die Nährstoffaufnahme reduziert und das Wachstum stoppt.

Wollen Sie verstehen, auf welche Art und Weise die Temperatur einen solchen Einfluss hat, sollten Sie sich mit dem Thema Fotosynthese auseinandersetzen. Eine Pflanze kann nur dann erfolgreich Fotosynthese betreiben, wenn gewisse Umweltbedingungen eingehalten werden. Die passende Temperatur ist ein essentieller Faktor dabei. Selbst wenn die Pflanze ausreichend gewässert wurde und alle lebensnotwendigen Nährstoffe zur Verfügung stehen, kann die falsche Temperatur bewirken, dass der Stoffwechsel der Pflanze gestört wird und diese nicht ausreichend Energie gewinnen kann. Auch wenn die Pflanze darauf ausgelegt ist, optimal zu wachsen, können schlechte klimatische Bedingungen dafür sorgen, dass hier Schwierigkeiten entstehen.

Welche Temperatur bevorzugt Ihre Pflanze?

Viele Gärtner haben sich sicher schon die Frage gestellt, welchen Effekt die Temperatur überhaupt auf die Pflanze haben kann. Fakt ist: Jede Pflanze verfügt über optimale Wachstumsbedingungen. Je nach Art bevorzugt die Pflanze dann entweder eine sehr trockene Luft oder eher tropische Bedingungen und die Temperatur ist ein wichtiger Faktor, um den Pflanzen das zu liefern, was sie für erfolgreichen Stoffwechsel brauchen. Das bedeutet auch, dass Sie dafür Sorge tragen, das Wasser und den Boden sinnvoll zu temperieren.

Die optimale Temperatur für verschiedene Phasen des Pflanzenwachstums:

Setzlinge: 22°C bis 28°C

Wachstumsphase: 20°C bis 25°C

Blütephase: 20°C bis 25°C

Überhitzung der Pflanzen

Wenn Sie keine Vorsichtsmaßnahmen treffen, kann es schnell passieren, dass Ihre Pflanzen überhitzen. Übersteigt der obere Teil Ihrer Pflanzen eine gewisse Temperatur, kann keine Fotosynthese betrieben werden. Vor allem die Temperatur des Blattwerks ist entscheidend, denn diese sollte die grundsätzliche Raumtemperatur nicht überschreiten. Idealerweise platzieren Sie Ihr Thermometer deshalb immer auf Höhe des Blattwerks Ihrer Pflanzen. Zwar sind diese relativ robust, sodass Temperaturunterschiede von bis zu 5°C kein großes Problem darstellen, allerdings sollten Sie trotzdem aufmerksam sein und besonders großen Abweichungen entgegenwirken.

Die Beleuchtung und die Temperatur

Je nachdem, welche Art von Beleuchtung Sie in Ihrem Grow-Room zum Einsatz bringen, hat das auch Einfluss auf die Temperatur. Sie können die erzeugten Temperaturen dadurch reduzieren, dass Sie eine andere Technik zum Einsatz bringen. Aber auch durch Anpassung der Aufhängungshöhe können Sie bereits einen Effekt erzielen.

Die Lampen höher hängen

Hängen Ihre Grow-Lights zu nah an den Pflanzen, ist die Gefahr von Überhitzung sehr hoch. Besonders wenn Sie sehr starke Leuchten wie HIDs nutzen, steigt dadurch die Temperatur drastisch an und Sie sollten dem entgegenwirken, indem Sie die Lichter in höherem Abstand zu Ihren pflanzen aufhängen.

Die Lampen tiefer hängen

Wenn die Lichter zu weit von der Pflanze entfernt hängen, kann die Temperatur zu weit abfallen. Auch dadurch kann das Wachstum negativ beeinflusst werden. Sie sollten in dem Fall darüber nachdenken, Ihre Lampen dichter an die Pflanze zu hängen.

Eine andere Beleuchtung einsetzen

Entsteht von Ihrer Beleuchtung zu viel Hitze sollten Sie darüber nachdenken, alternative Lichtsysteme einzusetzen. Zum Beispiel erzeugen LEDs grundsätzlich weniger Wärme als andere Lampen. Dadurch können sie diese tiefer aufhängen als beispielsweise HID-Leuchten.

Bodentemperatur

Die Temperatur in Ihrem Grow-Room beeinflusst auch den Boden oder das Wasser der Hydrokultur, in dem Sie Ihre Pflanzen anbauen. Die Bodentemperatur ist dabei unglaublich wichtig für den Erfolg Ihrer Ernte, weshalb Sie hier besonders aufmerksam sein sollten.

Die ideale Boden-Temperatur

Die ideale Boden-Temperatur sollte in etwa der Innentemperatur in Ihrem Grow-Room entsprechen oder höchstens etwas kälter sein. In einem Raum mit 25°C sollten Erde oder Wasser in etwa 22°C-23°C warm sein.

Der Boden ist zu kalt

Ist der Boden in Ihrem Grow-Room zu kalt, können die Nährstoffe sich darin nicht zersetzen und können folglich nicht von der Pflanze aufgenommen werden. Ob Sie Ihre Pflanzen nun in Erde oder als Hydrokultur anbauen, spielt kaum eine Rolle. Wenn der Untergrund zu kalt ist, ist eine effektive Nährstoffaufnahme unmöglich. Als Folge dessen wird das Wachstum der Pflanze gehemmt. Wird dieser Fehler nicht rechtzeitig erkannt und behoben, sammeln sich die unverarbeiteten Nährstoffe im Boden und können Wasseransammlungen und Fäulnis bewirken.

Der Boden ist zu warm

Ist der Boden in Ihrem Grow-Room zu warm, kann das schnell zu Schimmel oder anderen Wurzelkrankheiten führen. Das ist besonders für Hydrokulturen problematisch, da hier schnell eine sumpfige Umgebung entsteht. Auch wenn herkömmliche Erde Fehler eher verzeiht, sollte die Temperatur trotzdem nicht zu hoch ansteigen. Ist das der Fall könnten Verbrennungen an den Wurzeln entstehen. Solche Schäden hindern die Pflanze daran, wertvolle Nährstoffe aufzunehmen, sodass diese mit der Zeit einfach abstirbt.

Zusammenfassung

Nur ein Zusammenspiel aus passenden Temperaturen in Ihrem Grow-Room wird Ihnen auch eine gute Ernte bescheren. Gibt es hier stattdessen Abweichungen und die Außentemperatur oder das Wasser sind zu kalt oder zu heiß bedeutet das zusätzlichen Stress für die Pflanze. Die Pflanze kann dabei entweder Verbrennungen davontragen oder einen Nährstoffmangel erleiden. Verschiedene Probleme im Grow-Room lassen sich auf eine nicht ausreichend regulierte Temperatur zurückführen.

Auch wenn Temperaturkontrolle ein wichtiges Thema ist, haben Sie hier immer einen gewissen Spielraum. Außerdem verhalten sich unterschiedliche Pflanzen auf verschiedene Art und Weise. Sie sollten daher nicht nur nach den Zahlen gehen, die wir Ihnen vorgegeben haben, sondern besonders auf Ihre Pflanzen hören. Oft können Sie an deren Verhalten bereits erkennen, dass ein Stressfaktor vorhanden ist. Und beachten Sie, dass obwohl Pflanzen besonders hohen oder niedrigen Temperaturen für einen gewissen Zeitraum widerstehen können, Sie das nicht zur Gewohnheit machen sollten. Es handelt sich trotzdem um ungesunde Wachstumsbedingungen, die sich schlecht auf die Entwicklung der Pflanzen auswirken.

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gern und wir beraten Sie ausführlich zur Temperaturkontrolle in Ihrem Grow-Room.

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