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Kohlefilter für Ihren Growroom – So funktionieren Filteranlagen

20.05.2020 10:17

Aktivkohlefilter

Kohlefilter und Filteranlagen im Growroom haben sich erst in den letzten Jahren so richtig durchgesetzt. Immer dann, wenn eine große Geruchsbildung zu befürchten ist oder Indoor Grow Room möglichst diskret gehalten werden soll, kommen die Kohlepartikel zum Einsatz und neutralisieren unerwünschte Gerüche.

Kohlefilter im Growroom

Wer in Deutschland oder irgendwo auf der Welt legal Cannabis anbauen will ohne dabei direkt die gesamte Nachbarschaft zu alarmieren, der muss Kohlefilteranlagen nutzen. Die Cannabis Pflanze sondert sehr starke Aromen ab, die von den meisten Menschen direkt wiedererkannt werden. Spätestens sobald die Blütephase erreicht wurde, ist die Geruchsbildung so enorm, dass sich diese kaum noch verschleiern lässt. Gerade beim Indoor Growing ist das aber nicht nur störend für die Anlieger, sondern auch für die Bewohner selbst. Wenn Sie nicht konstant den penetranten Geruch in der Nase haben möchten, benötigen Sie eine funktionale Lösung für diese Gerüche. Auch andere Pflanzen können stark geruchsbildend sein und aus diesem Grund die Nutzung von Kohlefiltern unbedingt notwendig machen.

Damit Sie nicht länger ein Problem mit unerwünschten Gerüchen haben, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag die Grundlagen von Kohlefiltern. Es handelt sich dabei um eine der besten Filtermöglichkeiten, um Pflanzengerüche zu eliminieren. Die Anlagen lassen sich einfach installieren und verwenden und können auch von Anfängern leicht im Grow-Room angebracht werden. Erfahren Sie jetzt alles was Sie wissen müssen, bevor Sie sich eigene Kohlefilter anschaffen.

Was sind Kohlefilter?

Der Begriff Kohlefilter ist grundsätzlich selbsterklärend. Geruchsfilter sind grundsätzlich in der Lage, Gerüche und Aromen zu neutralisieren, wenn diese durch den Filter kommen. Einige Filter sind sogar in der Lage, Giftstoffe oder Verunreinigungen zu filtern. Dabei unterscheiden sich Kohlefilter jedoch grundlegend von klassischen Siebfiltern oder den Filteranlagen, wie sie beispielsweise in Aquarien genutzt werden. Kohlefilter und andere Geruchsfilter bestehen normalerweise aus einem porösen Material wie beispielsweise Polyester oder Schwamm und zudem der filternden Aktivkohle.

Was ist Aktivkohle?

Kohle ist von Natur aus ein Material, dass eine sehr hohe Aufnahmefähigkeit hat. Das liegt an der porösen Beschaffenheit dieses Stoffes. Das können Sie selbst ganz gut nachempfinden, indem Sie ein Stück Kohle hochheben und dann zum Vergleich einen ähnlich großen Stein. Der Stein, der über eine deutlich höhere Dichte verfügt, ist entsprechend schwer in der Hand, während die Kohle mit ihrer porösen Beschaffenheit sehr leicht ist. Dadurch eignet sich Kohle sehr gut, um sowohl Luft als auch Wasser zu filtern. Es kann fast jeden anderen Stoff in sich aufnehmen, auch wenn es mit organischen Stoffen am besten funktioniert.

Aktivkohle kann aus verschiedenen Holzarten oder Fruchtschalen hergestellt werden. Dabei werden die Hüllen beziehungsweise Holzstücke zunähst bei einer Temperatur von 400°C verkohlt und dann noch einmal bei mehr als 800° behandelt, während gleichzeitig über einen Verdampfer die Poren geöffnet werden, um die Absorptionsrate zu steigern. Handelsübliche Kohle ist demensprechend noch keine Aktivkohle.

Richtige Aktivkohle ist anschließend in unterschiedlichem Format erhältlich. Es gibt sie in Puderform, als Granulat und in kleinen Stücken. Je nachdem, welche Form im Filter genutzt wird, kann damit Gas, Luft oder Wasser gefiltert werden. Aktivkohle kommt jedoch nicht nur in Filtern zum Einsatz, sondern wird unter anderem auch zu Lebensmitteln verarbeitet oder in Medizin und Kosmetik genutzt.

Dafür wird Aktivkohle genutzt:

  • Wasserreinigung (z.B. Osmosefilter, Aquariumfilter, etc.)
  • Luftreinigung (z.B. Belüftungsanlagen, Klimaanlage, etc.)
  • Geruchsfilter (z.B. Aktivkohlefilter, Abzugsanlagen etc.)
  • Gasfilter (z.B. Gasmasken)
  • Kosmetik (z.B. Reinigungsprodukte, Make Up Entferner, etc.)
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Entgiftung (z.B. Kohletabletten)

Aktivkohle hat verschiedene Einsatzgebiete. In der Nahrungsergänzung beziehungsweise Medizin sollte jedoch vor dem Konsum mit einem Arzt gesprochen werden. Aktivkohle filtert nicht nur Giftstoffe aus dem Körper, sondern kann auch die Aufnahme lebensnotwendiger Spurenelemente oder Medikamente hemmen. Es kann bei unkontrollierter Aufnahme zu Nebenwirkungen von eigentlich harmlosen Medikamenten kommen. Seien Sie hier daher besonders vorsichtig und sprechen Sie im Zweifelsfall mit einem Arzt oder Apotheker.

Aktivkohlefilter für den Growroom

So vielfältig wie die Anwendungsgebiete von Aktivkohle, in so vielen unterschiedlichen Formen kommen auch Aktivkohlefilter daher. Einige bestehen aus dicken Schichten, die mit Aktivkohle angereichert sind. Gerade in Abzugsschächten oder Klimaanlagen kommen die Filter häufig in einer Art Boxform daher und weisen etliche Schichten auf. Für Grow Rooms werden meistens röhrenförmige Filter genutzt. Hierin findet sich Aktivkohle in kleinen Stückchen oder als Granulat.

Sowohl die Form eines Zylinders als auch die mehrfachen Schichten von Aktivkohle machen diesen Filter prädestiniert für die Nutzung mit Cannabispflanzen oder anderen stark riechenden Pflanzen. Das Design ist so ausgeklügelt, dass die Luft zwangsläufig durch die Aktivkohle gefiltert wird und so der Filtereffekt möglichst stark ist. Außerdem ist durch die Form ein guter Luftfluss gegeben, der die Effizienz des Filters maßgeblich steigert.

Wenn Sie einen Aktivkohlefilter erwerben, beispielsweise bei uns im Shop, so kommt dieser gut geschützt bei Ihnen an. Es ist in der Regel eine äußere Hülle angebracht, damit kein Dreck oder kleinste Partikel an den Filter gelangen. Schon Staubanlagerungen könnten hier die Filterfähigkeit einschränken, da weniger Luft in den Filter gelangt. Durch diese Transportsicherung wird sichergestellt, dass die Lebensdauer Ihres Filters möglichst groß ist und dieser Ihnen die höchste Funktionalität liefert, bis die Aktivkohle verbraucht ist.

So installieren Sie Kohlefilter korrekt

Die Installation eines Kohlefilters in Ihrem Grow Room bedarf in der Regel keines Fachmanns, sondern kann mit etwas Geschick selbst durchgeführt werden. Egal ob es sich dabei um einen Grow Room oder ein kleineres Grow Tent handelt. Am schwierigsten ist dabei das Handling des Filters selbst, da dieser häufig etwas unhandlich ist oder einiges an Gewicht mit sich bringt. Der Filter muss für maximale Effektivität möglichst hoch installiert werden. Die Installation lässt sich deshalb besser von mindestens zwei Personen durchführen, organisieren Sie sich daher rechtzeitig noch ein paar helfende Hände.

Schritt 1: Wenn Sie ein Grow Tent nutzen, kann der Kohlefilter ganz einfach an der Aufhängung oben am Zelt angebracht werden. Meist verfügt das Zelt bereits um eine Vorrichtung zur Befestigung, mit der Sie den Filter stabil am Metallgerüst festmachen können.

In einem offenen Grow Room müssen Sie die Vorrichtung für Ihren Kohlefilter erst einmal selbst anbringen. Sie müssen dafür Löcher in die Decke bohren, Dübel anbringen und anschließend hier Ketten und Aufhängungen installieren, die Ihren Filter stabil in Position halten werden. Hier handelt es sich definitiv um eine Aufgabe für mehr als nur eine Person.

Schritt 2: Im zweiten Schritt müssen Sie das Rohrsystem und den Abzug am Filter anbringen. Hier muss vor allem die Größe stimmen. Passt das Rohr nicht ganz auf den Filter, ist dieser am Ende völlig nutzlos und Sie müssen eine Alternative suchen. Die Rohre Ihres Filtersystems müssen dann sinnvoll mit den entsprechenden Geräten verbunden werden. Wichtig ist, dass Ventilatoren die ungefilterte Luft an den entsprechenden Stellen einsaugen und diese dann über die Vorrichtung bis zum Kohlefilter transportiert werden. In diesem System lassen sich problemlos auch Geräte für die Temperaturkontrolle einfügen.

Schritt 3: Nachdem Sie alle Rohre verbunden und die Filteranlage aufgehängt haben, bleibt im letzten Schritt nur noch eins zu tun. Sie können die Ventilatoren in Ihrem Grow Room oder Grow Tent einschalten und nun den Filter bei der Arbeit beobachten. Es wird zunächst eine Weile dauern, bis die gesamte Luft einmal gefiltert wurde aber Sie werden schon bald eine deutliche Reduktion der Geruchsbildung feststellen. Kontrollieren Sie die Verbindungsstücke im Zweifelsfall nochmals, damit hier keine Löcher auftreten, die die Effizienz des Filters senken könnten.

Instandhaltung Ihres Aktivkohlefilters

Damit Sie aus Ihrem Aktivkohlefilter das Maximum herausholen können, ist eine regelmäßige Instandhaltung erforderlich. Damit stellen Sie sicher, dass die Filteranlage sachgemäß funktioniert. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Hülle Ihres Filters auf Risse oder Löcher, damit sich hier kein Staub oder andere Verunreinigungen absetzen können. Diese Hülle kann außerdem alle paar Monate ausgetauscht werden. Sie können diese dann waschen oder einfach entsorgen, wenn sie nicht mehr zu reinigen ist. Kontrollieren Sie auch die Kohle. Diese sollte im Inneren des Filters nicht zu kompakt werden. Indem Sie den Filter einige Male vorsichtig schütteln, können Sie wieder eine lockere Beschaffenheit der Filterkohle herbeiführen.

Häufige Fehler bei der Nutzung von Kohlefiltern

Werden Kohlefilter nicht korrekt genutzt, kommt es zu einer erhöhten Fehleranfälligkeit. Auch einige Umweltbedingungen können dafür sorgen, dass der Aktivkohlefilter nicht wie gewünscht arbeiten kann. Wenn Sie Probleme mit Ihrer Filteranlage feststellen, wieder verstärkt Gerüche auftauchen oder andere Probleme spürbar werden, sollten Sie zeitnah reagieren, um weitere Schäden zu vermeiden.

  • Sitzt die Aktivkohle zu kompakt, kann diese nicht mehr richtig filtern. Das hängt oft auch mit erhöhter Luftfeuchtigkeit zusammen. Indem Sie die Kohlepartikel wieder voneinander trennen und die Luftfeuchtigkeit etwas senken, lässt sich dieses Problem beheben und die Filterfähigkeit wird wiederhergestellt.
  • Zu kompakt sitzende Aktivkohle lässt kaum noch Luft hindurch. Das verursacht, dass Ihre Ventilatoren deutlich härter arbeiten müssen. Überhitzung ist vorprogrammiert und hier können die Geräte nachhaltig Schaden nehmen. Sie sollten die Kohle daher regelmäßig kontrollieren.
  • Kohlefilter haben eine begrenzte Haltbarkeit. Informieren Sie sich daher beim Hersteller, wie lange Sie Ihren Filter nutzen können. Verbrauchte Filter sollten rechtzeitig ausgetauscht werden, bevor deren Funktion maßgeblich nachlässt.
  • Wenn Ihr Filter nicht in Gebrauch ist, sollten Sie diesen gründlich reinigen. Das beinhaltet auch die Schutzhülle. Bringen Sie diese anschließend wieder an und bewahren Sie den Filter samt Hülle in der Originalverpackung oder einem entsprechenden Behältnis auf. Die Lagerung sollte dunkel und trocken sein, damit Ihr Filter im Anschluss wieder voll einsatzbereit ist.
  • Wenn Sie Ihren Filter kaufen, sollten Sie sich stets für ein Exemplar entscheiden, dass stärker ist als der genutzte Ventilator. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass der Luftfluss kontinuierlich gewährleistet ist und dieser nicht durch den Filter ausgebremst wird.

Zusammenfassung

Wenn Cannabispflanzen oder andere stark geruchsbildende Pflanzen in Innenräumen gezogen werden, wird ein Aktivkohlefilter nötig, um die Geruchsstoffe aus der Luft herauszufiltern. Ein sachgemäß installierter Filter leistet hervorragende Arbeit. Achten Sie jedoch auf eine regelmäßige Instandhaltung und vermeiden Sie Fehler, damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Gerät haben. Haben Sie noch Fragen zu unseren Filtern oder zur Installation, nutzen Sie dafür gern unsere Kontaktmöglichkeiten. Hier erfahren Sie mehr über Geruchsvermeidung im Grow Room.

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