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Das sollten Sie wissen, bevor Sie Hanf anpflanzen

22.05.2019 10:08

Tipps zum Hanfanbau

Gärtner wissen, dass jede Pflanze spezielle Bedürfnisse hat. Nur wer ihr die optimalen Lebensbedingungen bietet, legt damit die Basis für eine erfolgreiche ernte. Zu den Faktoren, die Sie dafür beeinflussen können, zählen die Erde, die Nährstoffversorgung, Dünger, Pflege und vieles mehr. Hanf ist keine Ausnahme und stellt Anforderungen, die Sie erfüllen sollten. Im Folgenden haben wir deshalb einige Tipps für Sie zusammengefasst, die Ihnen als Vorbereitung auf das neue Garten-Projekt dienen können.

Welche Erde verwenden Sie?

Ratlos bei der richtigen Wahl? Da hilft nur ein Test. Nehmen Sie dafür etwas Erde in die Hand und drücken Sie diese zusammen, um zu schauen, was passiert. Hanf bevorzugt einen eher trockenen Boden. Feuchte Erde ist keine gute Bedingung für den erfolgreichen Hanf-Anbau. Stattdessen sollte das Wasser hier gut abfließen. Die Erde darf zwar Feuchtigkeit aufweisen, sollte hinsichtlich ihrer Konsistenz allerdings eher sandig und krümelig sein. Ist der Boden stattdessen fast schon gummi-artig, glänzt und lässt sich beliebig formen, dann handelt es sich um für den Hanfanbau ungeeigneten Lehmboden.

Wasser und Erde testen

Es ist für den Erfolg beim Hanf-Anbau unglaublich wichtig, dass Sie den Zustand Ihrer Erde kennen und deren Bedeutung für die Pflanzen. Dazu zählt auch der pH-Wert Ihres Bodens. Die jeweilige Bodenbeschaffenheit ist entscheidend dafür, welche Dünger benötigt werden und welche Nährstoffe Sie dem Boden zusetzen müssen, wenn Sie Hanf anbauen möchten. Ihre Erde sollte einen pH-Wert zwischen 6.0 und 7.5 aufweisen, wobei besonders Werte zwischen 7.2 und 7.4 empfehlenswert sind. Wenn Sie bereits verschiedene Tests in Ihrem Garten oder Ihrem Grow-Room durchführen, sollten Sie auch das Wasser nicht vergessen. Je nachdem, in welcher Region Sie wohnen und Hanf anbauen möchten, ist das einfache Leitungswasser anders beschaffen. Auch die Wässerung Ihrer Pflanzen kann Ihnen dabei helfen, einen idealen pH-Wert zu erhalten. In manchen Fällen finden sich im Wasser auch Spuren von Schwermetallen, die für die Pflanzen schnell sehr schädlich werden können. Ein ausführlicher Wassertest kann Ihnen auch einen Bakterienbefall oder Algen aufzeigen, die sich in Ihren Wasserbehältern entwickelt haben. In dem Fall sollten Sie entweder gute Filter installieren oder das Wasser abgestimmt auf den spezifischen Fall behandeln.

Entwickeln Sie einen Plan

Sie wissen nun über Typ der Erde und Boden Bescheid, und haben den pH-Wert im Blick? Nun gilt es, einen Plan für das Anpflanzen des Hanfs zu machen.

Hanf kann nicht ganzjährig in derselben Erde gezogen werden. Stattdessen brauchen Sie gewissermaßen einen Fruchtwechsel, indem Sie andere Pflanzen züchten, während Sie den Hanf pausieren lassen. Auf diese Weise können Sie Ihre Erde schonen und möglichst nachhaltig vorgehen, um den Boden auch in Zukunft lange fruchtbar zu halten.

Um die Erde dann auf den Hanfanbau vorzubereiten, sollte dieser umgegraben werden, um die Oberfläche noch einmal gut durchzumischen. Sie sollten aber minimalinvasiv vorgehen. Graben Sie stets nur in dem Maße um, wie es Boden und Pflanze brauchen, um hier keinen zu großen Stress auszuüben.

Abstand zwischen den Pflanzen

Jede Pflanze braucht Platz. Sorgen Sie für einen sinnvollen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen, damit jede Pflanze genug Platz hat, um sich zu entfalten und ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Wie viel Abstand Sie zwischen Ihren Pflanzreihen lassen sollten, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen die Erde, die jeweilige Pflanzengattung und das bereitgestellte Klima. Sie sollten den Abstand zwischen Ihren Pflanzen so früh wie möglich festlegen, da dieser entscheidend dafür ist, wie viele Pflanzen Sie auf Ihrer Fläche anbauen können. Auch die Unkrautbekämpfung und die Bewässerungsstrategie werden dadurch beeinflusst. Bauen Sie Hanf mit einem hohen Anteil an CBD an, sollten Sie fünf bis sieben Zentimeter Abstand zwischen den Reihen lassen, um Ihren Pflanzen genug Raum zu bieten. Einige Hanftypen, die weniger Pflegeintensiv sind, können auch dichter zueinander ausgesät werden. Im Idealfall kontaktieren Sie vor der Aussaat einen Experten oder den jeweiligen Verkäufer, um wertvolle Tipps zu den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanze zu erhalten. Für Hinweise und Empfehlungen ist eine Internetrecherche auch eine gute Möglichkeit.

Bewässerungsplan

In Abhängigkeit von Ihrer Erde und dem Klima, das Sie Ihrer Pflanze bieten, kann die Bewässerung den größten Einfluss auf den Erfolg Ihres Pflanzprojektes haben. Hanf mag keine Staunässe. Sie sollten daher dringend vermeiden, dass Ihre Pflanzen sprichwörtlich „nasse Füße“ bekommen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie die Pflanzen gerade neu gesetzt haben. Wenn die natürlichen Gegebenheiten Ihres Gartens oder der Aufbau Ihres Grow-Rooms für ablaufenden Boden sorgt, ist es wichtig, dass Sie Ihren Setzlingen ausreichend Stabilität und Kontur geben. Dafür können Sie kleine Terrassen anlegen, die dem Erdverlauf folgen. Auf diese Weise wird das Wasser an der richtigen Stelle gehalten und läuft nicht versehentlich zu anderen Pflanzen.

Hanf muss besonders sorgfältig gegossen werden. Um zu verhindern, dass sich Wasser auf den Blättern oder den Blüten sammelt, sollten Sie diese Pflanzen daher immer nahe der Basis gießen. Falls Sie bis dato ein Bewässerungssystem genutzt haben, bei dem das Wasser von oben kommt, müssen Sie dies entsprechend anpassen. Sie können dann die Öffnungen mit Schläuchen verlängern, um sehr zielgerichtetes Bewässern zu erlauben. Haben Sie eine solche Vorrichtung installiert, sparen Sie sich eine Menge Arbeit und können auch das Unkrautwachstum stark eindämmen.

Unkrautkontrolle

Wie anfällig Ihr Grow-Room für Unkraut ist, hängt stark von den von Ihnen getroffenen Entscheidungen ab. Wie dicht haben Sie die Pflanzen ausgesät? Wie funktioniert Ihre Bewässerungsanlage? Sie sollten außerdem frühzeitig festlegen, inwiefern Sie Unkrautkontrolle betreiben möchten. Sie können dafür biologisch abbaubaren Mulch aus Kunststoff einsetzen, Unkraut mit der Hand zupfen oder sogar Maschinen zum Einsatz bringen. Jede dieser Methoden hat eigene Vor- und Nachteile.

Ernteplan

Entscheiden Sie sich rechtzeitig dafür, wie Sie bei der Ernte vorgehen möchten, um ausreichend vorbereitet zu sein. Auch die Ausrüstung gilt es, rechtzeitig zu besorgen und bereitzulegen. Hanf kann bei der Ernte sehr anspruchsvoll sein. Um keine Verluste einzustreichen, sollten Sie sich Gedanken dazu machen, wo und wie Sie Ihre Ernte trocknen können und wie Sie Abfälle entsorgen. Nur so können Sie aus den Vorbereitungen wirklich einen Gewinn schlagen.

Hanfanbau in Innenräumen

Die meisten Hanfsamen können Sie auch ohne Probleme im Grow-Room anpflanzen, da sie für Innen und Außen geeignet sind. Da einige Sorten jedoch speziellere Vorgaben haben, sollten Sie sich stets rechtzeitig informieren, um das Saatgut zu bekommen, das sich für Ihre individuellen Gegebenheiten am besten eignet. Einige Typen eignen sich schlichtweg besser für den Indoor-Garten, während andere Hanfsorten draußen deutlich erfolgreicher wachsen. In jedem Fall bieten beide Varianten Ihre Vorteile und Nachteile.

Die Vorteile vom Hanf-Anbau im Indoor-Garten

  • Im Grow-Room ist die Anfälligkeit für Parasiten deutlich geringer. Sie müssen Ihre Pflanzen nicht länger vor der gesamten Umgebung schützen. Reinlichkeit ist hier einfacher zu erlangen. Setzen Sie sich trotzdem mit Themen wie Parasiten, Keimen oder Pilzen auseinander, um ggf. einen Befall rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
  • Ein altes Gärtnersprichwort besagt, dass sich das Wetter nicht kontrollieren lässt. Anders verhält es sich im Grow-Room. Hier haben Sie die volle Kontrolle über alle Umweltfaktoren und können diese zu Ihrem persönlichen Vorteil beeinflussen. Dadurch können Sie Ihren Pflanzen exakt die Bedingungen bieten, die diese zum erfolgreichen Wachstum benötigen.
  • Im Grow-Room sind Sie nicht an Jahreszeiten gebunden. Stattdessen können Sie das ganze Jahr über Hanf anbauen und haben sogar die Chance auf mehrere Ernten in einem Jahr. Damit lässt sich die Ernte auf eine Art und Weise maximieren, die im Outdoor-Garten so nicht möglich wäre.

Die Nachteile vom Hanf-Anbau im Indoor-Garten

  • Um im Grow-Room erfolgreich Hanf zu züchten, benötigen Sie ein sehr großes Wissen. Das beschränkt sich nicht nur auf botanische Kenntnisse. In Innenräumen müssen Sie viele natürliche Gegebenheiten künstlich nachbilden. Das fängt bei der ausreichenden Lüftung an und erstreckt sich zum Beispiel über die Beleuchtung. Sie sollten technisch ausreichend versiert sein, um all die benötigten Gerätschaften so aufzubauen, dass sie einwandfrei funktionieren. Andernfalls ist es ratsam, sich entsprechende Unterstützung zu suchen, um hier nicht den Erfolg der eigenen Ernte zu riskieren.
  • Im Indoor-Garten können für Sie schnell hohe Kosten entstehen. Auch das hängt mit dem technischen Anspruch zusammen. Um Ihren Pflanzen in einem Innenraum die idealen Bedingungen zu liefern, benötigt es viele zum Teil kostenintensive technische Geräte. Kosten entstehen darüber hinaus nicht nur bei der Anschaffung von Ventilatoren, Leuchten, Bewässerungsanlagen und Co., sondern auch bei deren Betrieb, der Ihre Stromrechnung deutlich in die Höhe treiben wird.

Das müssen Sie im Grow-Room beachten

Die wichtigsten Faktoren in Ihrem Grow-Room sind Luft, Licht und Boden.

Luft

In einem gut aufgestellten Grow-Room ist es auch im Sommer verhältnismäßig kühl. Entscheidend ist die Durchlüftung, die sauber und frei von Schädlingen sein sollte. Sie benötigen dafür eine hochwertige Klimaanlage, mit einer Saugvorrichtung und einem Ventilator, sodass frische Luft in Ihren Grow-Room und verbrauchte Luft wieder nach draußen geleitet wird. Mit Ihrer Klimaanlage können Sie darüber hinaus auch den Sauerstoffgehalt der Luft und die Feuchtigkeit kontrollieren.

Licht

Damit die Pflanzen in Ihrem Grow-Room gesund wachsen können, benötigen Sie entsprechende Beleuchtung. Gleichzeitig sollten Sie aber auch die Bedeutung von Dunkelheit nicht unterschätzen. Sie sollten mit Ihrem Setup in der Lage sein, den Raum komplett abzudunkeln. Die Dauer dieser Nacht-Phase ist für Cannabis- und Hanfpflanzen von großer Wichtigkeit, gerade während der Wachstumsphase. Sie sollten deshalb die Dauer der Dunkelphasen genau timen. Für die Tag-Phasen sollten Sie geeignete Leuchten auswählen. Denkbar sind 400W, 600W oder sogar 1000W Lampen. Es stehen außerdem mit LEDs, HIDs und anderen Lichtsystemen unterschiedliche Varianten mit jeweils eigenen Vorteilen zur Verfügung. Informieren Sie sich gern in unserem Blogbeitrag über Beleuchtung im Grow-Room.

Boden

Je größer der Pflanztopf, desto einfacher fällt Ihrer Pflanze das Wachstum. Wenn die Pflanze den Topf jedoch mit Wurzeln gefüllt hat, wird es Zeit, Ihr ein größeres Gefäß zu suchen, damit sie weiterwachsen kann. Beim Umtopfen sollte stets neue Erde zum Einsatz kommen, die die Anforderungen der Pflanze erfüllt. Nutzen Sie saubere Erde mit einer geeigneten Textur, damit das Wasser darin nicht stockt, sondern optimal hindurchfließen kann. Sie müssen außerdem für die richtige Menge an Nährstoffen sorgen. Achten Sie dabei vor allem auf Stickstoff, Kalium, Phosphor, u.a.

All diese Faktoren sind unglaublich wichtig, wenn es darum geht, mit einer Pflanze eine gute Ernte einzufahren. Hanf ist in vielerlei Hinsicht einzigartig in der Pflanzenwelt, denn diese Pflanze verfügt über ganz spezielle Bedürfnisse. Setzen Sie sich ausreichend mit Ihrem Vorhaben auseinander, wird es Ihnen jedoch garantiert gelingen, eine erfolgreiche Ernte heranzuzüchten.

Bei Fragen rund um das Thema Hanfanbau, kontaktieren Sie uns einfach und wir helfen Ihnen weiter.

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